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Seemann, Wilhelm
von Ihm habe ich nur wenige Daten vor allem nur das Todesdatum und damit läßt sich nicht viel finden.


Kast, Friedrich
von Ihm habe ich eigentlich alle Daten und sogar den folgenden sehr informativen Nachruf aber ich komme trotzdem nicht weiter.

 

messner "* (Beerdigung) Unter großer Beteiligung wurde gestern unser geschätzter Mitbürger Herr F. Kast zur letzten Ruhe bestattet. Der in dem hohen Alter von fast 86 Jahren verstorbene Herr Friedrich Kast, langjähriger Meßner am Münster, war im Jahr 1802 in hiesiger Stadt geboren, als Ulm noch freie Reichstadt war und hat somit alle Wandlungen hier miterlebt von Anfang des Jahrhunderts an. Er entstammte einem ehrbaren Bürgerhause, besuchte das Gymnasium, um darauf für den Schulstand sich vorzubereiten bei den Lehrern Maulbetsch und Ramsperger. Zu seiner weiteren Ausbildung trat er noch in das Schullehrerseminar zu Esslingen auf 2 Jahre ein, und wurde in der Folge als Schullehrer in Ersingen, später an der Knabenelementarschule in ulm angestellt. Im Jahr 1835 wurde Kast zum Meßner am Münster ernannt u. verwaltete dieses Amt 36 Jahre hindurch bis zum Jahr 1871. In früheren Jahren hat er die Dome in Köln, Straßburg, Wien u.a. besucht, um sie mit der Großartigkeit des Münsters zu vergleichen. unzähligen Besuchern aus verschiedenen Ständen bis zu den hohen und höchsten, war er Führer durch die ehrwürdigen Hallen und erläuterte die altertümlichen Kunstschätze, welche der hehre Bau enthält. Neben gewissenhafter Besorgung seines Hauptamtes machte er sich verdient durch die Führung des Familienregisters, die er auch behielt, als er mit dem Eintritt in das höhere Alter 1871 sich vom Meßneramte zurückzog. Auch bei der Einführung des Standesamtes 1876, besorgte er noch das Familienregister und eine Reihe von Bänden sind von seiner hand geschrieben. Erst von seinem achtzigsten Jahre an trat er in den völligen Ruhestand. Die Frische des Geistes behielt er bis in sein hohes Alter. Geachtet und geschätzt von allen, die ihn kannten, verlebte er noch eine Reihe von Jahren, bis im vorigen Monat ihn ein schweres Leiden befiel. Er war zum drittenmal verheiratet und genoß die liebevollste sorgfältigste Pflege. Es ist mit ihm eine der ältesten Bürger der Stadt dahingegangen, der wie in seiner amtlichen Stellung so auch in den bürgerlichen Verhältnissen seiner Vaterstadt sehr viele Veränderungen und Wandlungen erlebt hat. In Sachen der Restaurationsarbeiten des Münsterbaues hat er über Erwarten Großes und Herrliches gesehen zu seiner Herzensfreude. Den Ausbau des Hauptturmes, an dessen Fuß er ein Menschenalter hindurch seine Wohnung hatte, zu erleben, war ihm nicht vergönnt. Seine Mitbürger werden ihm ein gutes Andenken bewahren."

 

 

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